Vorbereitet auf die Feiertage?!

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…auch aus (notfall)medizinischer Sicht?

Weihnachten 2020 wird aufgrund der derzeitigen Lage…sehr anders ausfallen, als es sich viele vorgestellt haben oder wünschen. COVID-19 macht auch vor Feiertagen keinen Halt. Die Infektionszahlen der letzten Wochen sind erschreckend hoch und eine Trendwende ist nicht erkennbar.

Maßnahmen werden auch vor Weihnachten nicht halt machen – zumindest soll es aber im kleinen Kreis möglich sein, mit der Familie zu feiern.

Damit das sicher funktioniert, sollte man aber ein paar Grundregeln beherzigen.

Grundregeln

Natürlich sollte auch in den eigenen vier Wänden an

gedacht werden – jedenfalls da, wo es irgendwie möglich ist.

Prinzipiell gilt: die Anzahl der Personen sollte wirklich so weit wie möglich begrenzt werden – jemand, der einen Risikokontakt hatte oder sich krank fühlt, sollte selbstverständlich zuhause bleiben. Das gilt umgekehrt auch für die Gastgeber: keine Feier nach Risikokontakt oder Krankheitszeichen.

Auch wenn es manche als unhöflich empfinden mögen, sollte die eigene Gesundheit klar über etwaigen Befindlichkeitsstörungen stehen.

Möglichkeiten zur Händehygiene sollten selbstverständlich sein – zumindest ein Händewaschen, bevor es an Essen und Geschenke auspacken geht, wäre das Minimum. Desinfektionsmittel kann bereitgestellt werden, ist aber kein unbedingtes Muss.

Und auch wenn man sich Nähe wünscht: Abstand sollte auch an den Feiertagen gewahrt werden – und bei “vielen” Gästen diese entsprechend aufgeteilt werden. Wenn man sich doch nah an nah tummeln muss, sollte man tatsächlich auch das Tragen von Masken erwägen.

Regelmäßiges Stoß- statt Dauerlüften ist zudem eine Empfehlung wert – nicht nur aufgrund der Infektionsprophylaxe, sondern schon allein, um Essensgerüche und schlechte Luft aus der Wohnung zu kriegen.

“Findest Du das wirklich gut?”

Ich finde die Einschränkungen über die Feiertage genauso belastend wie jeder andere auch, glaubt mir. Ich sehe aber auch die dringende Notwendigkeit für Einschränkungen – und für die Vernunft. Dutzende Familienmitglieder, die aus unterschiedlichsten Regionen zusammen kommen mit einer unklaren Zahl von Risikokontakten sind einfach eine Gefahr.

Ja, die Maßnahmen nehmen viel des familiären Beisammenseins und der weihnachtlichen Gemütlichkeit, das stimmt, ohne Zweifel. Es ist aber durchaus verkraftbar, ein Jahr etwas weniger gemütlich, dafür etwas sicherer zu feiern.

Gerade für die älteren Eltern und Großeltern könnte eine Infektion mit nicht ganz geringem Risiko dieses Weihnachtsfest sonst zum letzten machen…

Medizinische Probleme kennen keine Feiertage!

Leider kommt es auch an besinnlichen Festen immer wieder zu medizinischen Notfällen und Problemen. Das ist nicht nur für die Angehörigen ein Schock und eine Belastung, sondern auch für die Betroffenen selbst.

Man sollte nichtsdestotrotz einen kühlen Kopf bewahren – und vorsorgen!

Eine gewisse Basisausstattung an Erste-Hilfe-Material sollte eigentlich Pflicht sein – dazu gehört zumindest mal alles, was man für eine normale Wundversorgung braucht, ein Paar Kühlpacks und ein Fieberthermometer.

Wichtige medizinische Informationen wie Allergien oder Medikamente sollten auch bei Verwandschaftsbesuchen dabei sein – am besten in schriftlicher statt nur in gedanklicher Form.

Es schadet auch definitiv nicht, sich über das Erkennen eines Notfalls und das Absetzen eines Notrufs noch einmal im Voraus Gedanken zu machen – das nimmt für den Fall der Fälle schon einiges an Stress.

Das gleiche gilt für die lebensrettenden Sofortmaßnahmen – namentlich Stillung lebensbedrohlicher Blutungen, die stabile Seitenlage und die Herz-Lungen-Wiederbelebung.

Wenn man sich dann noch auf die zwei großen Krankheitsbilder Herzinfarkt und Schlaganfall ein wenig vorbereitet, kann (fast) nichts mehr schiefgehen, wenn es schief geht!

Bleibt gesund!

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Für alle Erkrankungen und medizinischen Probleme, die nicht akut lebensgefährlich sind (aber dennoch zeitnah ärztlich behandelt werden sollen), gibt es den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Dieser übernimmt die Aufgaben des Hausarztes außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten und macht bei Bedarf auch Hausbesuche.


Im Notfall

Bei akuten, lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen ist umgehend Erste Hilfe zu leisten und der Rettungsdienst zu verständigen.

Bei akuten Notfällen ist der Notruf von Feuerwehr, Rettungsdienst und Notarzt die 112 (ohne Vorwahl).

Quellen

SaniOnTheRoad (2019): Die Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Ersthelfer, abgerufen unter https://saniontheroad.com/die-herz-lungen-wiederbelebung-durch-ersthelfer/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2019): Die stabile Seitenlage, abgerufen unter https://saniontheroad.com/die-stabile-seitenlage/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): Wundversorgung und Stillung lebensgefährlicher Blutungen, abgerufen unter https://saniontheroad.com/wundversorgung-und-stillung-lebensgefahrlicher-blutungen/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): Absicherung, Eigenschutz und Notruf, abgerufen unter https://saniontheroad.com/absicherung-eigenschutz-und-notruf/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): Persönliche Erste-Hilfe-Ausrüstung und Notfallvorsorge, abgerufen unter https://saniontheroad.com/personliche-erste-hilfe-ausrustung-und-notfallvorsorge/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): Erste Hilfe: Herzinfarkt, abgerufen unter https://saniontheroad.com/erste-hilfe-herzinfarkt/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): Erste Hilfe: Schlaganfall, abgerufen unter https://saniontheroad.com/erste-hilfe-schlaganfall/ am 03.02.2022

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Über SaniOnTheRoad

Vorbereitet auf die Feiertage?!

SaniOnTheRoad

Notfallsanitäter, Teamleiter und Administrator des Blogs. Vom FSJler über Ausbildung bis zum Haupt- und Ehrenamt im Regelrettungsdienst und Katastrophenschutz so ziemlich den klassischen Werdegang durchlaufen. Meine Schwerpunkte liegen auf Ausbildungs- und Karrierethemen, der Unterstützung von Neueinsteigern, leitliniengerechten Arbeiten sowie Physiologie, Pathophysiologie, Pharmakologie und EKG für den Rettungsdienst.´ Mehr über mich hier.


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