„Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 32: Quereinstieg und Spätberufene in den Rettungsdienst

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„Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ bietet eine Übersicht über Aufbau, Struktur und Gepflogenheiten des Rettungsdienstes in Deutschland. Hier geht es um das, was Interessenten und Neueinsteiger wissen sollten.

Zu „Teil 31 – Das Ehrenamt im Rettungsdienst“ geht es hier.

Teil 32: Quereinstieg in den Rettungsdienst


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Das Thema „Einstieg in den Rettungsdienst“ ist auf meinem Blog nun wirklich nichts neues, sondern eigentlich von Anfang an einer meiner Schwerpunkte gewesen, was sich in einer doch recht großen Anzahl an Beiträgen zu den Themen Ausbildung, Grundlagen und Auswahlverfahren widerspiegelt.

Vorneweg: ich empfehle, sich vor diesem Beitrag die allgemeinen Basics zum Thema „Einstieg in den Rettungsdienst“ im vierten Teil des kleinen 1×1 zu Gemüte zu führen.

Fairerweise muss ich aber auch festhalten, dass all diese Beiträge den Regelfall betrachten. Der Regelfall sind die Einsteiger, die mit Anfang 20 und frischem Abitur oder abgeschlossener Berufsausbildung ihren Weg in den Rettungsdienst suchen.

Das sind allerdings keineswegs die einzigen Menschen, die sich für einen Einstieg in den Rettungsdienst interessieren – es gibt durchaus (und das gar nicht so selten) „lebensältere“ Quereinsteiger, die ihr berufliches Glück ebenfalls im Rettungsdienst suchen. Und auf diese wollen wir nun etwas genauer eingehen.

Warum ein extra Beitrag?

Man kann und darf sich die Frage

„Du hast doch schon so viel zu den Ausbildungsthemen geschrieben – muss dafür ein neuer Beitrag her?“

durchaus stellen. Ich finde: ja, das muss es.

Auch wenn sich an den Grundvoraussetzungen zum Einstieg und den Konditionen tatsächlich nichts ändert, macht das „Drumherum“ doch große Unterschiede für Quereinsteiger, die schon ein paar Jahre Berufsleben hinter sich haben.

Und genau diese Besonderheiten können nicht nur das „Wie?“ entscheidend beeinflussen, sondern auch in der Frage „Rettungsdienst oder nicht?“ zu gänzlich anderen Ergebnissen führen.

Nachdem mich sowohl in meinem Arbeitsalltag als auch auf dem Blog immer wieder genau derartige Anfragen erreicht haben, möchte ich die Besonderheiten, die es zu beachten gilt, und auch die wichtigsten Empfehlungen mal für die Allgemeinheit präsentieren.

Die Besonderheiten

Quereinsteiger, die aus anderen Berufen und oft aus vollkommen anderen Branchen kommen, starten mit anderen Grundvoraussetzungen, Erwartungen und Problemen in den Rettungsdienst, als es die typischen frischen Schulabgänger tun.

Wie ausgeprägt diese Besonderheiten sind, hängt jedoch – man hätte es ahnen können – sehr stark vom Einzelfall ab. Derjenige, der mit Mitte 30, schichtdiensterprobt und aus dem Gesundheitswesen kommt hat eine andere Basis als der Quereinsteiger mit Mitte 50, der in den letzten zwei Jahrzehnten einen 9-to-5-Bürojob in einer vollkommen anderen Branche ausgeübt hat.

Nichtsdestotrotz kann man einige Kernpunkte durchaus verallgemeinert für das komplette Spektrum der Quereinsteiger darstellen.

Arbeitsbedingungen

Grundsätzlich: die Arbeitsbedingungen für Quereinsteiger unterscheiden sich nicht von denen, die die Arbeit im Rettungsdienst als ersten Beruf gewählt haben.

Das ist durchaus ein Nachteil, denn: man erwartet auch von einem Quereinsteiger, dass er sich mit den Arbeitsbedingungen im Rettungsdienst anfreundet. Und diese unterscheiden sich von einer Vielzahl an Berufen in einer Vielzahl an Punkten.

Wechselschichtarbeit par excellence, Wochenend-, Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit sind genauso Standard wie 12-Stunden-Schichten, 48-Stunden-Wochen und die fehlende Planbarkeit des Feierabends.

Die Arbeit im Rettungsdienst kann psychisch und physisch stellenweise sehr fordernd sein – und nicht jeder kann gleich gut damit umgehen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Arbeitswelt Rettungsdienst kann ich daher grundsätzlich jedem Quereinsteiger dringend ans Herz legen – falsche Illusionen bringen nichts, eine nüchterne Betrachtung ist hier zielführender.

Gesundheitliche Eignung

Die gesundheitliche Eignung, sowohl für den Führerschein, als auch die Berufsausübung ist auch für Quereinsteiger genauso ein Thema wie für diejenigen, die ihre ersten Schritte in der Arbeitswelt überhaupt machen.

Auch hier haben wir erstmal genau die gleichen Voraussetzungen, wie für andere auch. Heißt: „normal gesund“ ist die Voraussetzung.

Der Knackpunkt ist: irgendwann im Leben kommt man durchaus an den Punkt, wo „normal gesund“ Probleme machen kann. Das betrifft jüngere Quereinsteiger weitaus weniger, als die lebensälteren, welche den Job bis zur Rente suchen.

Dass es ab einem gewissen Lebensalter öfter mal irgendwo „zwickt“ und man schlichtweg nicht mehr die körperliche Leistungsfähigkeit eines 20jährigen hat, ist normal und erwartbar. Das schließt auch die gesundheitliche Eignung nicht aus.

Man sollte aber unbedingt bedenken, dass die Belastungen im Rettungsdienst der Gesundheit im Allgemeinen nicht zuträglich sind – und dass dies umso schwerer wiegt, je mehr gesundheitliche Schwachstellen und Probleme man bereits von Haus aus mitbringt.

Angst vor der „Untauglichkeit“ braucht man auch als lebensälterer Quereinsteiger nicht haben, solange man (nach objektiven Maßstäben) gesund ist. Man sollte allerdings die eigene Gesundheit nicht zur Nebensache machen und bei potentiellen Problemen frühzeitig eine ärztliche Beratung – bestenfalls bei einem rettungsdiensterfahrenen Arbeits- oder Betriebsmediziner – in Anspruch nehmen.

Ausbildung & Lernen

„Das Lernen fällt mit zunehmenden Alter schwerer“

ist eine Binsenweisheit, die sehr oft zutreffend ist. Gerade dann, wenn Schule/Berufsausbildung/Studium schon ein paar Jahrzehnte zurückliegen, kann der Rettungssanitäter-Fachlehrgang schon zu einer großen Hürde werden.

Fünf Tage die Woche acht Stunden am Tag in einem Lehrgang sitzen und Lernen plus die entsprechende Nachbereitung am Abend sind anstregendend, gerade dann, wenn man dies nicht mehr gewohnt ist. Im Falle der sehr knappen Zeit des RS-Fachlehrgangs, der recht großen Stoffmenge und der sehr oft ausbaufähigen didaktischen Umsetzung kann das durchaus zu einem Problem werden.

Der Zeitplan ist im allgemeinen sportlich und tendenziell mit einem Crashkurs in Notfallmedizin zu vergleichen. Trotz abgeschlossener Ausbildung, Berufs- und Lebenserfahrung sollte man hier keineswegs zu blauäugig reinlaufen.

Persönliche Situation, Motivation & Verpflichtungen

Die gravierendsten – und in den meisten Fällen auch zutreffenden – Unterschiede zu den typischen Einsteigern findet man in der allgemeinen Lebenssituation.

Diese unterscheidet sich meist erheblich: man hat bereits eine Ausbildung (oder gar ein Studium) abgeschlossen, man hat bereits einige Jahre Arbeitserfahrung gesammelt, sich einen gewissen Lebensstandard aufgebaut und hat oft genug zahlreiche weitere, private Verpflichtungen.

Zeit ist meist nicht unbegrenzt vorhanden und muss entsprechend eingeteilt werden.

All das kann und muss die Entscheidung, ob und wie man in den Rettungsdienst einsteigt, beeinflussen. Drei Monate ohne Einkommen für RS-Lehrgang und Praktika sind nicht allzu einfach zu stemmen, die Lehrgangskosten ebenfalls nicht und man muss trotz allem für die eigene Lebenshaltung aufkommen. Das kann durchaus zu einem Problem werden.

Zudem ist die Motivation der Quereinsteiger meist eine andere: hier geht es eher selten um die Erfüllung eines beruflichen Wunschtraums oder die Aspekte einer sozialen Tätigkeit.

Oft finden sich hier Leute, die in ihrem „alten“ Beruf nicht mehr weiterarbeiten können oder wollen – sei es durch Krankheit, Arbeitsbedingungen, Zukunftsaussichten, Geschäftsaufgabe oder Insolvenz. Ganz platt ausgedrückt: die Entscheidung für den Rettungsdienst beruht hier oft auf den Wunsch, möglichst schnell in einer qualifizierten Tätigkeit wieder in „Lohn und Brot“ zu kommen.

Das ist keineswegs verwerflich und das kann in der Praxis durchaus funktionieren – wenn es auch oft zu Beginn eher die Einsicht in die Notwendigkeit als Herzblut ist, das antreibt.

Finanzielle Situation

Ja, Geld ist auch ein großes Thema und fällt mehr oder minder ebenfalls unter die Verpflichtungen. Als Mensch, der mit beiden Beinen voll im Erwachsenenleben steht und für den Lebensunterhalt selbst sorgen muss, muss man definitiv ein paar mehr Gedanken ums Geld verschwenden, als es der FSJler im Hotel Mama muss.

Der Lehrgang will bezahlt werden, die Lebenshaltungskosten müssen letztendlich drei Monate über das Ersparte aufgebracht werden – und eine eiserne Reserve als Rücklage, falls doch etwas ungeplantes passiert, sollte unbedingt auch vorhanden sein.

In Hinblick auf die finanzielle Situation bleibt nur: Planung – und zwar eine solide, realistische bis pessimistische Betrachtung des Einzelfalls und das Erarbeiten funktionierender Lösungsstrategien.

Empfehlungen

Relativ ähnlich zu den oben genannten Besonderheiten kann man auch die Empfehlungen schreiben…

Basisinformation

Eine grundlegende Beschäftigung mit dem Thema ist meines Erachtens nicht nur eine Selbstverständlichkeit, sondern das A und O für eine fundierte Entscheidung.

Bevor man irgendwelche weiteren Überlegungen anstellt, sollte man sich zumindest mal die Basics (oder eben das „Kleine 1×1 des Rettungsdienstes“ 😉) zu Gemüte geführt haben. Dazu gehören meines Erachtens mindestens die Antworten auf die Fragen

Das ist zwar durchaus einiges an „grauer Theorie“, sie hilft aber ungemein, sich ein realistisches Bild der Arbeit im Rettungsdienst zu machen und die vielleicht ein oder andere vorherrschende Heldenallüre abzulegen.

Das hilft nicht nur, eine begründete Entscheidung zu treffen, sondern das Hintergrundwissen hilft tatsächlich beim Verständnis einiger Sachverhalte und erleichtert den Einstieg – wenn die Entscheidung dafür gefällt wurde – ungemein.

Empfehlung: ich kann gerade für die Gruppe der Quereinsteiger wirklich dringend empfehlen, vor der Entscheidung ein Praktikum bzw. eine Hospitation auf einer Rettungswache – bestenfalls für mehrere Tage – zu machen. Ein ungetrübteres und realistischeres Bild als durch „selbst erleben“ kann man nicht bekommen; und man hat hier die Möglichkeit unverbindlich zu schauen, ob einen die Tätigkeit tatsächlich zusagt.

Vorbereitung & Lernen

Nachdem das Lernen tatsächlich irgendwann nicht mehr Nebensache ist, lohnt es sich durchaus, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Die fachlichen Anforderungen sind an sich relativ überschaubar: der Rettungssanitäter-Lehrgang baut letztendlich vorwiegend auf den Naturwissenschaften der Mittelstufe auf. Das ist keine unüberwindbare Hürde, wenn die Schulzeit allerdings Jahre oder Jahrzehnte zurückliegt, kann es durchaus sinnvoll sein, das Wissen vor dem Lehrgang aufzufrischen.

An dieser Stelle muss ich tatsächlich einenm von mir gerne gepflegten O-Ton widersprechen „Keine Fachliteratur vor dem Lehrgang kaufen„.

Eine gezielte Vorbereitung erscheint für Quereinsteiger durchaus sinnvoll, umso mehr, je länger die Schulzeit zurückliegt. Die Erfahrung zeigt leider, dass sich viele, die vor dem Lehrgang keinerlei Kontakt mit dem Rettungsdienst hatten, sich hier sehr schwer tun und durchaus die Motivation verlieren können.

Es erleichtert das Lernen wirklich ungemein, wenn einige Grundlagen vor dem Lehrgang zumindest mal gehört und im Idealfall sogar verstanden wurden. Eine Beschäftigung mit den Lehrgangsinhalten und den fachlichen Grundlagen kann ich von daher dringend empfehlen.

In der Kategorie „rettsan-kompakt findet ihr einige (sich langsam erweiternde) Themen, welche Bestandteil der Rettungssanitäterausbildung und darüber hinaus sind.

Als weiterführende Literatur kann man an dieser Stelle die üblichen Lehrbücher empfehlen:

Literaturempfehlung

Luxem J., Runggaldier K. (2022): Rettungssanitäter Heute, 5. Auflage. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH.

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Thieme (2024): retten – Rettungssanitäter, 2. Auflage. Georg Thieme Verlag KG.

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Als weitere Empfehlung: macht euch, sowohl für die Vorbereitung als auch für den Kurs, einen realistischen Lernplan und überlegt euch eine zielführende Lernstrategie.

Es ist hier definitiv sinnvoller, zwei Stunden mit Planung zu verbringen als zwanzig Stunden ziellos und ohne Effekt zu lernen.

Lehrgangsauswahl & Die Wahl des Einstiegs

Wenn dann nach allen Überlegungen und Vorbereitungen die Entscheidung für den Einstieg in den Rettungsdienst getroffen wurde, muss man sich entscheiden, wie man einsteigen möchte.

Auch an dieser Stelle unterscheiden sich die vorhandenen Möglichkeiten meistens – aus Zeit- und finanziellen Gründen scheiden beispielsweise Freiwilligendienste als sonst klassisches Entrée in den Rettungsdienst oder die Qualifizierung über das Ehrenamt meist aus.

Prinzipiell gibt es zwei grundsätzliche Varianten, die man individuell ausgestalten kann…

Variante 1: Ausbildung & Einstieg in Vollzeit

Das ist die Version „Kurz & Schmerzlos“ – man sucht sich einen Lehrgang und ggf. selbst die Praktikumsplätze, absolviert all das am Stück und ist innerhalb von 13 Wochen vom Laien zum Rettungssanitäter mutiert.

Das ist definitiv die schnellste Variante, um in den Rettungsdienst einzusteigen. Sie ist aber auch (als Selbstzahler) die finanziell belastendste Variante und sie erfordert eben 13 Wochen am Stück die volle Aufmerksamkeit.

Was ich zu bedenken gebe…

Man muss hier im Regelfall davon ausgehen, drei Monate lang ohne Einkommen – und als Selbstzahler mit entsprechenden zusätzlichen Kosten – überleben zu müssen. Andere große zeitliche Verpflichtungen fallen für diese Zeit ebenfalls flach. Eine Tätigkeit neben Lehrgang und Praktika ist kaum zu organisieren.

Die Variante ist die schnellste und lerntechnisch wohl auch die intensivste – das kann und möchte nicht jeder.

Empfehlung

Diese Variante ist empfehlenswert für alle, die etwas Rücklagen haben und schnellstmöglich einsteigen wollen.

Es bietet sich gerade für Quereinsteiger an, hier durchaus nach Förderungen (z.B. über das Jobcenter) oder gar arbeitgeberseitig finanzierten Qualifikationen zum Rettungssanitäter zu schauen – bisweilen gibt es auch Rettungsdienste/Rettungsdienstschulen, die eine Ausbildungsvergütung für die Qualifikation zum Rettungssanitäter anbieten.

Gerade dann, wenn man eher knapp bei Kasse ist und schnellstmöglich einsteigen will, lohnt es sich durchaus, nach entsprechenden Angeboten Ausschau zu halten.

Variante 2: Berufsbegleitender Einstieg

Die zweite Variante ist etwas „gemächlicher“ und läuft in gewisser Weise nebenbei – nämlich neben einer existenzsichernden Arbeit. Man absolviert nach und nach den Lehrgang, opfert hier und da ein paar Urlaubstage und Wochenenden für Praktika, und man wird Rettungssanitäter, ohne den alten Job verlassen zu müssen.

Was ich zu bedenken gebe…

Die Kursangebote für diese Variante sind…zunehmend rar gesät. Wochenendlehrgänge werden allgemein eher selten angeboten, auch das Aufsplitten des Fachlehrgangs ist insgesamt eher unüblich. Es kann hier also schon zu Problemen kommen, überhaupt ein passendes Angebot zu finden.

Zeitlich muss das alles natürlich neben der Arbeit und anderen Verpflichtungen ablaufen.

Die Lernkurve ist bei dieser Variante tatsächlich meist flacher, als bei der intensiven Vollzeit-Variante.

Empfehlung

Man sollte sich bei dieser Variante im Klaren darüber sein, dass man zu einem nicht unerheblichen Teil seine Freizeit opfert – und das durchaus über einen längeren Zeitraum. Urlaub und (sofern möglich) Bildungsurlaub zu investieren kann sinnvoll oder gar notwendig sein.

Vereinzelt gibt es auch Online-Fachlehrgänge mit hohen Anteilen an Selbststudium, die fast nur Praxisphasen in Präsenz haben. Auch wenn ich von derartigen Formaten aufgrund der eher dürftigen Verknüpfung von Theorie und Praxis kein Fan bin, stellen sie für die (noch) berufstätigen Quereinsteiger durchaus eine Alternative dar.

Gerade dann, wenn man keine längeren Zeiträume ohne Einkommen überbrücken kann, bleibt fast nur Variante 2.

FAQs zum Quereinstieg

Frage: Gibt es ein Höchstalter, um in den Rettungsdienst einzusteigen?

Antwort: Nein, ein Höchstalter gibt es nicht.

Frage: Wie kommen Quereinsteiger im Allgemeinen zurecht?

Antwort: Im Regelfall haben Quereinsteiger bei der Arbeit an sich keine größeren oder andere Probleme wie andere Berufseinsteiger auch. Einige merken im Alltag dann aber doch, dass die Tätigkeit nichts für sie ist.

Frage: Welche Probleme machen Quereinsteigern am meisten zu schaffen?

Antwort: In aller Regel ist das Lernen ab einem gewissen Alter tatsächlich eine größere Schwierigkeit. Hier ist Geduld mit sich selbst und auch seitens der ausbildenden Kollegen gefragt. Mit der richtigen Vorbereitung und Strategie ist das aber nahezu immer lösbar.

Frage: Hat man als lebensälterer Quereinsteiger überhaupt eine Chance?

Antwort: Ja – so manchem Leistungserbringer im Rettungsdienst ist der lebensältere Kollege, der möglichst bis zur Rente bleibt, lieber als der junge FSJler, der nach einem Jahr wohlmöglich weg ist.

Frage: Wie kommt es auf den Rettungswachen an, wenn man als Quereinsteiger anfängt?

Antwort: Unterschiedlich. Ab einem gewissen Lebensalter wird es definitiv Kollegen geben, die diese Entscheidung hinterfragen werden – wie bei allen Neueinsteigern im Rettungsdienst gilt auch hier: man muss sich beweisen.

Frage: Hier wurde der Einstieg als Rettungssanitäter beschrieben. Wie sieht es mit der Notfallsanitäterausbildung aus?

Antwort: Hinsichtlich der Notfallsanitäterausbildung sehen die Chancen in der Regel genauso aus, wie für andere Bewerber – hohe Konkurrenz, wenig Plätze. Die Chancen als „Externer“ einen Platz zu ergattern, sind eher gering. Alles weitere um die Notfallsanitäterausbildung findest Du hier:

Frage: Wie bekomme ich Unterstützung, wenn ich noch Fragen habe oder sich Probleme auftun?

Antwort: Du kannst Dich gerne mit mir in Verbindung setzen.

Interessenkonflikte

Der Autor gibt an, dass es sich bei den verlinkten Büchern um Affiliate-Links handelt. Es entstehen keine zusätzlichen Kosten bei der Bestellung über den Link. Eine Einflussnahme bei der Auswahl der Literatur ist dadurch nicht erfolgt. Siehe auch: Hinweise zu Affiliate-Links.

Der Autor gibt an, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Quellen

SaniOnTheRoad (2022): Notfallsanitäter werden – von der Bewerbung bis zur Ausbildung, abgerufen unter https://saniontheroad.com/notfallsanitaeter-werden-von-der-bewerbung-bis-zur-ausbildung/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2022): Das Schreckgespenst der gesundheitlichen Eignung, abgerufen unter https://saniontheroad.com/das-schreckgespenst-der-gesundheitlichen-eignung/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2022): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 30: Die praktische Ausbildung auf der Lehrrettungswache, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-30/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2021): Wie unterscheiden sich die rettungsdienstlichen Ausbildungen?, abgerufen unter https://saniontheroad.com/wie-unterscheiden-sich-die-rettungsdienstlichen-ausbildungen/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2020): Arbeitswelt Rettungsdienst – eine kritische Betrachtung, abgerufen unter https://saniontheroad.com/arbeitswelt-rettungsdienst-eine-kritische-betrachtung/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 11: Was muss ein Rettungssanitäter können?, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-10/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 10: Wachenalltag und Einsatzalltag im Rettungsdienst, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-10/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 6: Wie läuft ein Rettungseinsatz eigentlich ab?, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-6/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 4: How to get started?, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-4/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 3: Fahrzeuge des Rettungsdienstes, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-3/ am 21.01.2024

SaniOnTheRoad (2019): „Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 2: Ausbildungen im Rettungsdienst, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-2/ am 21.01.2024

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Über SaniOnTheRoad

„Kleines 1×1 des Rettungsdienstes“ – Teil 32: Quereinstieg und Spätberufene in den Rettungsdienst

SaniOnTheRoad

Notfallsanitäter, Teamleiter und Administrator des Blogs. Vom FSJler über Ausbildung bis zum Haupt- und Ehrenamt im Regelrettungsdienst und Katastrophenschutz so ziemlich den klassischen Werdegang durchlaufen. Mittlerweile beruflich qualifizierter Medizinstudent im vorklinischen Abschnitt. Meine Schwerpunkte liegen auf Ausbildungs- und Karrierethemen, der Unterstützung von Neueinsteigern, leitliniengerechten Arbeiten sowie Physiologie, Pathophysiologie, Pharmakologie und EKG für den Rettungsdienst. Mehr über mich hier.


5 Kommentare zu diesem Beitrag:

Hallo SaniOnTheRoad, super spannender Artikel. Ich bin 42 und will im Sommer meinen Rettungssanitäter anfangen. Ich bin völliger Quereinsteiger.

Daher hilft der Artikel. Ich frage mich manchmal, ob ich zu alt bin. Aber ich werde es einfach mal anschauen und riskieren. Ich habe auch einen Blog begonnen. Auf dem ich mich erstmal allgemein dem Thema nähere und dann, wie du, über persönliche Erfahrungen brichten will. Gute Inspiration dein Blog 🙂

Hallo SaniOnTheRoad. Danke 🙂

Im Mai gehts los. Ich habe bei den Johannitern nachgefragt, welches Lehrmaterial sie haben. Sie haben gesagt „Rettungsdienst heute“. Das habe ich für die Vorbereitung bestellt.

Dein Blog ist allerdings super spannend. Auch wenn ich definitiv noch nicht alles verstehe (an Krankheiten bzw. Symptomen). Ich merke auch, wie komplex und auch verantwortungsbewusst das alles ist. Aber du behandelst die Thematiken sehr ausführlich und nach meinem Laienwissen, exakt. Ich kämpfe mich langsam durch. Großen Lob von meiner Stelle.

Hast du vielleicht noch 1-2 Buch-Tipps, gerade als Vorbereitung auf die Theorie beim Rettungssanitäter. Gerade Einstiegsbücher für medizinisches Wissen, finde ich spannend.

Gruß
Pepe

Vielen Dank für Dein Lob!

Hast du vielleicht noch 1-2 Buch-Tipps, gerade als Vorbereitung auf die Theorie beim Rettungssanitäter.

Im Grunde würde ich mich hier auf die allgemeinen Literaturempfehlungen für Rettungssanitäter beschränken – also „Rettungssanitäter heute“ oder „retten – Rettungssanitäter“. Im Prinzip sind beide Bücher inhaltlich gleichwertig; da ist es am Ende eher eine Geschmackssache, welches man wählt.

Ansonsten kann man über den „Taschenatlas Rettungsdienst“ als schnelles Nachschlagewerk nachdenken, wobei dieser an vielen Stellen deutlich tiefer geht, als man es für den RS-Lehrgang braucht.

LG

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