1.10 Verhalten im Einsatz

© 2020 SaniOnTheRoad.

Lernziele

Nach diesem Beitrag

  • kennst Du die grundlegenden Zielsetzungen eines Rettungsdiensteinsatzes,
  • kennst Du die Bedeutung des Eigenschutzes und entsprechende Schutzmaßnahmen,
  • kennst Du GAMS-Schema, 4A-1C-4E-Gefahrenmatrix und SSS-Schema,
  • kennst Du das Verhalten bei der Anfahrt,
  • kennst Du den grundlegenden Ablauf einer strukturierten Patientenversorgung mit Primary und Secondary Survey,
  • kennst Du die Verfahrensweisen bei der Auswahl der Zielklinik,
  • kennst Du eine angemessene Fahrweise mit Patient,
  • kennst Du eine strukturierte Übergabe nach ISBAR-Schema,
  • kennst Du Grundlagen des Crew Resource Managements.


Abstract

Das Verhalten im Einsatz umfasst mehrere medizinische, einsatztaktische und kommunikative Aspekte.

Grundlegendes Ziel ist dabei immer eine angemessene Patientenversorgung abhängig vom Zustand des Patienten.

Eigenschutz und entsprechende Schutzmaßnahmen wie Schutzkleidung oder die Absicherung einer Einsatzstelle haben grundsätzlich Priorität vor allen anderen Maßnahmen – zum Erkennen von Gefahren bietet sich beispielsweise die Gefahrenmatrix an.

Die Patientenversorgung sollte strukturiert, mit angemessener Einbindung des und Kommunikation mit Patienten erfolgen. Dabei sind im Team die CRM-Grundsätze zu beachten.

Der Transport soll möglichst schonend in eine geeignete Zielklinik erfolgen, wo eine sinnvoll strukturierte Übergabe an das Klinikpersonal erfolgt.

Wiederholung: Aufgaben des Rettungsdienstes

Der Rettungsdienst stellt die professionelle, dauerhaft verfügbare Versorgung von Notfallpatienten im präklinischen Umfeld sicher.

“Präklinisch” bezieht sich hierbei nicht auf den außerklinischen Bereich – der auch rein ambulante medizinische Dienstleister wie Hausärzte, niedergelassene Fachärzte oder den ärztlichen Bereitschaftsdienst umfasst – sondern auf den (zeitlich) der Klinik vorgelagerten Bereich.

Siehe auch Kapitel 1.2

Wiederholung: Umgang mit Schnittstellen und Patientenübergabe

Informationen sind kurz und präzise gewünscht, ausschweifende Erklärungen werden im Regelfall als “Zeitverschwendung” gesehen.

Eine klar strukturierte Übergabe mit den relevanten Problemen des Patienten ist für eine gute Arzt-Rettungsdienst-Kommunikation das A und O und kommt auch dem Patienten zugute.

Es ist von den lokalen Gepflogenheiten abhängig, ob eine Übergabe des Patienten an den Arzt und/oder das Pflegepersonal erfolgen soll – daran sollte man sich orientieren. Im Zweifelsfall gilt jedoch die Übergabe an den Arzt als Goldstandard.

Siehe auch Kapitel 1.3

Wiederholung: Aufklärung und Einwilligung

Der Patient ist nicht nur aus strafrechtlichen Vorschriften vor jeglichen medizinischen Maßnahmen aufzuklären, sondern auch aus zivilrechtlichen Vorschriften (§ 630e BGB). Dabei muss die Aufklärung für den Patienten verständlich und der Situation angemessen sein. Die Aufklärung ist zwingend notwendig (Ausnahme: nicht durchführbar), denn eine Einwilligung (§ 630d BGB) ist nämlich nur nach einer entsprechenden Aufklärung rechtsgültig.

Sowohl die der Patientenzustand als auch Aufklärung, Einwilligung und Durchführung der Maßnahme müssen zeitnah und korrekt dokumentiert werden (§ 630f BGB).

Siehe auch Kapitel 1.4

Wiederholung: Grundlegender Aufbau eines Funkgesprächs

Zunächst erfolgt ein Einleitungsruf, bestehend aus

  • Rufname der gerufenen Funkstelle
  • Betriebswort “VON”
  • eigener Rufname
  • Betriebswort “KOMMEN”

Die gerufene Funkstelle bestätigt diesen mit

  • Betriebswort “HIER”
  • Rufname der gerufenen Funkstelle
  • Betriebswort “KOMMEN”

Anschließend kann die gewünschte Nachricht übermittelt werden:

  • Betriebswort “HIER”
  • eigener Rufname
  • Nachricht
  • Betriebswort “KOMMEN”

Siehe auch Kapitel 1.8

Wiederholung: Qualität im Gesundheitswesen

Qualität im Gesundheitswesen ist das Maß, in welchem die tatsächliche Patientenversorgung die Anforderungen an eine gute Patientenversorgung erfüllt. Ziel ist es, kontinuierlich eine gute Patientenversorgung zu gewährleisten.

Siehe auch Kapitel 1.9

Einführung

Verhalten im Einsatz ist das Thema schlechthin – denn im Grunde beschreibt es den überwältigenden Teil der rettungsdienstlichen Arbeit. Es ist ein riesengroßes Thema, das mit allen anderen Aspekten verschränkt und verknüpft ist.

Nach sehr vielen sehr theoretischen Grundlagen gilt es nun, die Brücke zur Praxis zu schlagen – genau das ist Sinn und Zweck der Berufs- und Einsatzkunde.

Das Verhalten im Einsatz ist aus unterschiedlichen Gründen essentiell: zum einen geht es um eine rechtlich einwandfreie Umsetzung der Vorgaben, zum anderen auch um eine strukturierte Patientenversorgung, die Einhaltung medizinischer Standards, gutes Crew Resource Management (CRM), den Eigenschutz und eine gute, adäquate Patientenkommunikation.

Das Verhalten im Einsatz ist also die praktische Umsetzung aller juristischer, medizinischer und kommunikativer Vorgaben. Das schöne dabei ist: viele Kreise der theoretischen Grundlagen werden sich nun schließen – daher auch nochmal der großzügige Input an Themenwiederholungen 😉

Im Folgenden wird das Thema “Verhalten im Einsatz” sowohl aus schulischer, als auch aus praktischer Sicht beleuchtet. Auf Sondersituationen wird in darauffolgenden Beiträgen eingegangen.

Allgemeine Grundsätze und Zielsetzung

Im Grunde müssen wir uns im Klaren darüber sein, was wir mit unserem Einsatz alles erreichen wollen.

Unsere “Grundziele” eines jeden Einsatzes sind mal

  • die Abwehr akuter Lebensgefahr,
  • die bestmögliche Patientenversorgung nach rettungsdienstlichem Standard,
  • eine angemessene psychosoziale Betreuung,
  • eine Gewährleistung einer adäquaten Anschlussbehandlung,
  • eine Vermeidung der Eigengefährdung und
  • eine möglichst geringe Stressbelastung sowie
  • eine positive Außenwirkung.

Wir sind uns einig, dass die Abwehr akuter Lebensgefahr, die bestmögliche Patientenversorgung und -betreuung sowie die Zuführung zu einer passenden Zielklinik schon definitionsgemäß die Kernaufgaben des Rettungsdienstes sind – ganz losgelöst von der Unterscheidung zwischen Notfallrettung und qualifizierten Krankentransport.

Während in der Notfallrettung der Schwerpunkt wohl auf der Abwehr akuter Lebensgefahr liegt, wird im Regelfall im qualifizierten Krankentransport die angemessene psychosoziale Betreuung der Patienten einen Schwerpunkt bilden. Das heißt allerdings nicht, dass man die Schwerpunkte des jeweils anderen Bereichs außer Acht lassen darf.

Ziel muss es sein, eine positive Außenwirkung zu wahren – dem Rettungssanitäter muss bewusst sein, dass er nicht nur sich selbst repräsentiert, sondern auch seinen Arbeitgeber, die Trägerorganisation und am Ende des Tages seinen gesamten Berufsstand und den gesamten Rettungsdienst.

Niemand sagt, der Herr Müller hat schlecht behandelt oder war unfreundlich. Die Leute sagen “Der Rettungsdienst war unfreundlich” oder “Das Rote Kreuz war unfreundlich“.

Dementsprechend müssen wir in unserem Tun und Handeln auch bedenken, dass es im Negativfall auch vielen anderen auf die Füße fallen wird. Und umgekehrt im Positivfall auch der Reputation unseres Berufsstandes und des Rettungsdienstes nutzt.

Wir sind zu einem ganz massiven Teil selbst dafür verantwortlich, wie wir in der Bevölkerung wahrgenommen werden.

Praxisrelevant

Eine positive Außenwahrnehmung muss als Mitarbeiterziel gelten!

Eigenschutz

Eigenschutz hat grundsätzlich die höchste Priorität – unabhängig vom Einsatzgeschehen. Eine unzumutbare Gefährdung des Helfers ist auszuschließen, beherrschbare Gefahren sind zu minimieren.

Eine Gefährdung von Leib und Leben oder der Gesundheit der Helfer – mit dem Risiko eines Personalausfalls im Einsatz – ist ein ernstzunehmendes Problem.

Um den Eigenschutz zu gewährleisten gilt erstmal die Grundregel: Gefahr erkennen!

Prinzipiell bieten sich hierfür unterschiedliche Herangehensweisen an – von Schemata bis hin zur Lebenserfahrung.

GAMS-Schema

Wie die meisten Schemata im Bereich der Einsatztaktik stammt auch das GAMS-Schema aus dem Bereich der Feuerwehren, genauer aus dem Gefahrgutbereich. Wegen der vergleichsweisen Einfachheit hat es sich allerdings auch in der Rettungsdienstausbildung etabliert.

AbkürzungBedeutungMaßnahmen (beispielhaft)
GGefahr erkennen!SSS-Schema, 4A-1C-4E-Gefahrenmatrix
AAbsichern!Verkehrssicherung, Infektionsschutz, Abstand halten!
MMenschenrettung!Rettung aus dem Gefahrenbereich und Erstversorgung unter Beachtung des Eigenschutzes
SSpezialkräfte nachfordern!Nachforderung weiterer Rettungsmittel, Feuerwehr, Polizei oder anderer Fachdienste
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Zu einer wirksamen Anwendung ist es von vornherein wichtig, mögliche Gefahrenquellen “auf dem Schirm” zu haben.

Insbesondere der Absicherung und der frühzeitigen Nachforderung geeigneter Kräfte kommt eine große Bedeutung zu – diese Punkte dürfen unter keinen Umständen vernachlässigt werden!

4A-1C-4E-Gefahrenmatrix

Ebenfalls aus dem feuerwehrtechnischen Bereich stammt die Gefahrenmatrix – neben der Originalfassung als “4A-1C-4E”-Matrix gibt es hiervon mittlerweile zahlreiche Modifikationen. Aufgrund der weiten Verbreitung wird hier auf die Originalfassung verwiesen.

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Die Gefahrenmatrix beschreibt mögliche Gefahrenquellen, nach denen man auch aktiv suchen – und vor allem auch folgerichtig Personal und Material schützen muss. Dies sind

  • Atemgifte,
  • Ausbreitung,
  • Angstreaktion (Massenpanik, unangemessenes Verhalten),
  • Atomare Gefahren,
  • Chemische Stoffe,
  • Explosion,
  • Einsturz/Absturz,
  • Elektrizität und
  • Erkrankung/Infektion/Verletzung/Vergiftung.

Prüfungsrelevant

Eigenschutz hat Priorität! Eine Gefährdung der Helfer muss ausgeschlossen werden!


Praxisrelevant

GAMS-Schema anwenden! Gefahren identifizieren und abwehren!

Maßnahmen zum Eigenschutz

Maßnahmen zum Eigenschutz umfassen all die Dinge, die zu einer Gefahrenreduktion und einer Gefahrenabwehr des Rettungsdienstpersonals dienen.

Das sind insbesondere

  • Persönliche Schutzausrüstung (PSA),
  • Absicherung des Verkehrs,
  • Abstand zur Gefahrenquelle,
  • Infektionsschutz- und Hygienemaßnahmen und
  • persönliches Verhalten.

Es wird hier zwischen “Standardschutzmaßnahmen”, die bei jedem Einsatz genutzt werden, und situativ erforderlichen Maßnahmen für bestimmte Einsatzsituationen unterschieden.

Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

Die persönliche Schutzausrüstung wird wiederum in mehrere Kategorien eingeteilt. Absolutes Minimum sind hierbei die Schutzkleidung (bestehend aus Jacke und Hose) sowie Einmalhandschuhe zwecks Infektionsschutz und einen ausreichenden Fußschutz.

Jacke und Hose müssen eine Warnwirkung im Verkehr haben, schwer entflammbar, wasserabweisend und vollständig desinfizierbar sein.

Fußschutz bedeutet: Sicherheitsschuhe tragen! Minimum sind hierbei S2 Typ B-Schuhe mit rutschhemmender Sohle nach DIN EN ISO 20345, besser S3-Schuhe.

Je nach Situation muss die Schutzkleidung ergänzt werden, zum Beispiel um einen Feuerwehrhelm zur technischen Rettung oder um eine Schutzbrille beim Umgang mit infektiösen Patienten.

Auch der CO-Warner darf als Teil der Standardausrüstung gesehen werden!

Es ist Pflicht des Arbeitgebers, für eine ausreichende Schutzausrüstung zu sorgen.

Absicherung des Verkehrs

Gerade bei Einsätzen im Verkehr ist äußerste Vorsicht geboten – nicht nur unübersichtliche und hektische Einsatzsituationen sind hier häufig der Fall, sondern auch eine Gefahr durch auslaufende Betriebsstoffe, Brandgefahr und die Gefahr durch den fließenden Verkehr an sich.

Der Absicherung einer Unfallstelle kommt auch rettungsdienstlich eine entscheidende Bedeutung zu – es ist unbedingt notwendig, hier die Zeit für die eigene Sicherheit zu investieren.

Grundregeln dabei sind

  • Warndreieck und ggfs. Warnleuchte aufstellen! Wenn möglich, andere Verkehrsteilnehmer mit einbeziehen! Sinnvoll ist es, wenn beide Fahrtrichtungen mit je einem Warndreieck versehen sind.
  • In ausreichendem Abstand von der Unfallstelle anhalten, Räder Richtung Fahrbahnrand einschlagen – so wird sichergestellt, dass während der Versorgung außerhalb des RTWs keine Gefährdung im Falle eines Auffahrunfalls besteht.
  • “Alles an, was leuchtet” – Warnblinker, Blaulicht, Heckwarneinrichtung; bei Dämmerung, Nachts oder sonstigen schlechten Sichtverhältnissen auch mindestens Standlicht

Persönliches Verhalten

Das persönliche Verhalten kann einen Einsatz entscheiden, gerade in sehr emotionalen oder stressigen Lagen, und es kann zwischen Eskalation und Deeskalation entscheiden.

Situationsübergreifend ist Ruhe ausstrahlen, besonnen agieren, Freundlichkeit und eine neutrale Körpersprache zu empfehlen.

Man sollte sich nicht auf Grundsatzdiskussionen einlassen, parteiisch, schnippisch oder gar beleidigend werden: das ist ein Garant für eine Deeskalation. Besondere Vorsicht ist bei psychiatrischen Patienten sowie Personen mit Drogenabusus geboten.

Bei allem was man tut, muss man die Bedürfnisse des Patienten im Auge und im Hinterkopf haben.

Im Falle einer Eskalation ist das Mittel der Wahl: Abstand! Mindestens drei Armlängen sind als Minimum anzusehen. Bei einer erheblichen Gefährdung sollte man sich komplett zurückziehen und die Polizei nachfordern.

Praxisrelevant

Persönliche Schutzausrüstung nach Bedarf anlegen. Mindeststandard ist Jacke, Hose, Sicherheitsschuhe, CO-Warner und Einmalhandschuhe.

Ruhe ausstrahlen, besonnen agieren, auf neutrale Körpersprache achten – bei Eskalation Abstand vergrößern, Polizei hinzuziehen!

SSS-Schema

An für sich ist das ein rein “schulisches” Schema während praktischen Fallbeispielen – und somit stark von Übungskünstlichkeit geprägt. Das SSS-Schema wird in den meisten Rettungsdienstschulen während der Prüfung als Pflicht angesehen.

Im Realeinsatz sind dies Dinge, die augenscheinlich auffallen und oft schlicht “registriert” werden. Gedanklich sollte man dieses Schema allerdings durchaus auch für die Praxis im Hinterkopf behalten.

BedeutungBeispiel
SceneEinsatzszenerie/SzenarioUm welche Einsatzstelle handelt es sich (Einfamilienhaus, Park, Autobahn…)?
Wie lautet die Einsatzmeldung?
Welche Kräfte sind mitalarmiert?
Wie ist die Kliniklandschaft?
SafetySicherheitIst die Einsatzstelle sicher? Sind Gefahren erkennbar oder werden vermutet? Eigenschutz!
SituationGenaue Situation an der EinsatzstelleAuffindesituation des Patienten? Augenscheinliche Auffälligkeiten (Sehen, hören, riechen)? Ersteindruck? Weitere Personen an der Einsatzstelle?

Gelegentlich wird ein viertes “S” für “Support” – also die unmittelbare Nachforderung weiterer Kräfte, die Information welche Kräfte mitalarmiert sind sowie ggf. die Kliniklandschaft – hinzugefügt. Dies ist in der expliziten Form allerdings optional, wenn entsprechende Punkte bereits vorher genannt bzw. erfragt wurden.

Prüfungsrelevant

  • Scene: Einsatzszenerie, Örtlichkeit, Einsatzmeldung, Kliniklandschaft, weitere Kräfte
  • Safety: Ist die Einsatzstelle sicher? Sind Gefahren erkennbar oder werden vermutet?
  • Situation: Genaue Situation an der Einsatzstelle, Auffindesituation des Patienten? Augenscheinliche Auffälligkeiten (Sehen, hören, riechen)? Ersteindruck? Weitere Personen an der Einsatzstelle?

Praxisrelevant

Das Prinzip lässt sich auch auf den Realeinsatz übertragen – und das bietet sich auch durchaus an!

Gerade die Örtlichkeit und die Einsatzmeldung geben oft schon wichtige Hinweise. Worauf muss man sich einstellen? Welches Equipment nimmt man mit? Sind weitere Kräfte auf der Anfahrt? Wo sind die nächstgelegenen Kliniken?

Anfahrt

Nach einer Alarmierung muss die Ausrückezeit – sprich: die Zeit bis zum Status 3 – unbedingt eingehalten werden. Unabhängig von Notfalleinsatz oder nicht muss der Einsatz binnen der vorgeschriebenen Ausrückezeit übernommen werden.

Bei Erreichen des Einsatzortes ist das Fahrzeug entsprechend abzustellen, Sicherungsmaßnahmen sind nach Bedarf durchzuführen. Der Warnblinker darf hier als Minimum angesehen werden.

…ohne Sonder- und Wegerechte

Die Anfahrt muss in diesem Falle vollkommen verkehrskonform erfolgen – Geschwindigkeitsübertretungen, waghalsige Überholmanöver oder die Behinderung anderer Verkehrsteilnehmer sind ein No-Go. Wir erinnern uns an die Außenwirkung!

…mit Sonder- und Wegerechten

Auch wenn der Verstoß gegen die StVO im gewissen Rahmen gestattet ist und andere Verkehrsteilnehmer freie Bahn schaffen müssen, sollte man unter keinen Umständen auf das Recht “bestehen”.

Man muss mit Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer rechnen und entsprechend reagieren können. Sonder- und Wegerechte dürfen nur in dem Maße genutzt werden, wie es die Verkehrssituation und das fahrerische Können zulassen. Eine Eigengefährdung oder eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer muss ausgeschlossen sein.

Anfahrt nutzen!

Die Anfahrten zur Einsatzstelle können und sollten effektiv genutzt werden. Heißt: sich über die Einsatzsituation bewusst werden, Strategiebesprechung, Aufgabenverteilung.

Dies erleichtert den Einstieg in den Einsatz ungemein und nimmt den Stress in den ersten zwei Minuten doch deutlich.

Lagemeldung

Gerade bei Großschadensereignissen und jeglichen Verkehrsunfällen ist eine Lagemeldung “Lage auf Sicht” obligatorisch.

Praxisrelevant

  • Name der Leitstelle,
  • eigener Funkrufname,
  • “Lage auf Sicht” mit Lagebeschreibung,
  • ggf. bereits Nachforderung weiterer Kräfte

Versorgung des Patienten

Die Versorgung des Patienten ist der Kernaspekt jedes Einsatzes und der gesamten rettungsdienstlichen Arbeit – sowohl auf der medizinischen, als auch der menschlichen Ebene.

Ziel ist es, dass medizinisch alle notwendigen Maßnahmen und Entscheidungen getroffen wurden – menschlich, dass sich der Patient gut betreut fühlt und mit dem Gesamtergebnis zufrieden ist.

Damit das funktionieren kann, muss man beide Ebenen zusammenführen!

Strukturiertes Arbeiten

Das Arbeiten im Rettungsdienst, ganz überwiegend die Arbeit am Patienten, orientiert sich an festgelegten Schemata, Handlungsanweisungen und Algorithmen.

Der einfache Grund dafür ist, dass eine strukturierte Arbeitsweise dem Patienten tatsächlich einen Benefit bringt – bedrohliche Störungen werden schneller erkannt (und behandelt) und das Risiko, schwerwiegende Störungen zu übersehen, wird minimiert.

Gute Gründe also, sich das strukturierte Arbeiten – das mittlerweile auch für Rettungssanitäter prüfungsrelevant ist – etwas näher zu beleuchten.

Wir unterscheiden im Wesentlichen das Primary Survey – die schnelle Erstuntersuchung – und das Secondary Survey, als erweiterte Untersuchung, Diagnostik und Behandlung.

Primary Survey

Grundsätzlich ist das Primary Survey das Erste, was im Einsatz erfolgt. Schulisch steht lediglich noch das SSS-Schema vorne dran.

Wir beginnen mit der Ersteinschätzung: die Ersteinschätzung ist nicht mehr als ein grober “first look”. Man nimmt sich einige Sekunden Zeit, betrachtet Patient und Umgebung – und trifft eine Entscheidung. Nämlich die, ob der Patient “kritisch”, “nicht kritisch” oder “potentiell kritisch” ist. Und das kommuniziert man auch dem Kollegen.

Nach der Ersteinschätzung folgt der Kern des Primary Survey – das erste xABCDE-Schema. Dieses ist quasi absoluter Goldstandard im Rettungsdienst zur strukturierten Patientenversorgung und zur Evaluation. Nacheinander werden die Punkte

  • lebensbedrohliche äußere Blutung/Sofortmaßnahmen,
  • Atemweg,
  • Lungenbelüftung,
  • Kreislauf,
  • neurologischer Status und
  • schnelle Ganzkörperuntersuchung

überprüft und bei entsprechenden Störungen eine Erstintervention (keine abschließende Behandlung!) durchgeführt. Sofern erforderlich, werden weitere Kräfte, z.B. RTW und/oder NEF direkt nachgefordert.

Nach erfolgten xABCDE folgt die qualifizierte Einschätzung in “kritisch”, “ernsthaft erkrankt/verletzt” oder eben “nicht kritisch”. Zeitansatz für das Primary Survey sind lediglich 90 – 120 Sekunden ohne Interventionen.

Secondary Survey

Nach dem Primary Survey erfolgen parallel eine Notfallanamnese (SAMPLERS), die Vervollständigung der Diagnostik und die fokussierte Behandlung des jeweiligen Problems.

Bei “mehreren Baustellen” gleichzeitig bietet sich auch hier das Vorgehen nach xABCDE an – dieses sollte auch im Secondary Survey mindestens zur Reevaluation genutzt werden.

Prüfungsrelevant

  • Primary Survey: Ersteindruck, xABCDE-Schema, qualifizierte Einschätzung
  • Secondary Survey: SAMPLER(S)-Anamnese, Vervollständigung der Diagnostik, fokussierte Behandlung, kontinuierliche Reevaluation

Patientenkommunikation

Es ist keine Binsenweisheit, dass man mit seinen Patienten reden sollte – man muss es sogar.

Absolut notwendig ist die situationsgerechte Vorstellung seiner eigenen Person, seines Kollegen und der Funktion (Rettungssanitäter, Notfallsanitäter). Das schafft Vertrauen und ist schlichtweg ein Gebot der Höflichkeit. Ebenso sollte man sich den Namen des Patienten merken – das Vergessen eines Namens innerhalb von Minuten suggeriert Desinteresse. Fatal.

Zur Einleitung der Untersuchung bietet sich tatsächlich die offene Frage an “Was ist passiert?”. Der Patient sollte in maximal zwei Sätzen erklären, weshalb der Rettungsdienst gerufen wurde und welche Beschwerden er hat.

Im Rahmen des Einsatzes sollte man dem Patient jede Maßnahme nach Möglichkeit erklären – und zwar so, dass er es auch versteht! Medizinisches Fachbegriffe um sich werfen ist unangebracht. Eine Aufklärung und Einwilligung in jegliche medizinische Maßnahme ist obligat.

Wichtig: aufmerksam zuhören! Es bietet sich zweifellos das aktive Zuhören nach Carl Rogers an: empathische und offene Grundhaltung, Authentizität des Rettungsdienstmitarbeiters und Akzeptanz des Gegenübers.

Insbesondere bei längeren Einsätzen sollte man den Patienten auch ein Gespräch über nicht medizinische Themen anbieten – viele Patienten nehmen diese Gesprächsangebote gerne war. Ferner bietet sich “Smalltalk” auch hervorragend für eine Sozialanamnese an:

  • Lebt der Patient alleine oder mit Familie?
  • Gibt es Angehörige oder sonstige soziale Kontakte?
  • Berufliche Tätigkeit?
  • Kann sich der Patient im Alltag selbst versorgen? Pflegebedürftigkeit?

Eine auffällige Sozialanamnese kann durchaus ein entscheidender Hinweisgeber für bestimmte Probleme oder Verhaltensweisen der Patienten sein und sollte daher auch standardmäßig erhoben werden.

Prüfungsrelevant

  • Angemessene Patientenkommunikation ist Pflicht! Patient mit einbeziehen!
  • Aufklärung und Einwilligung vor jeglichen medizinischen Maßnahmen

Praxisrelevant

Vorstellung und Frage nach Alarmierungsgrund sind ein guter Einstieg in die Untersuchung. Eine Sozialanamnese bietet sich an.

Zielklinik, Transport und Übergabe

“Ein Patient sollte grundsätzlich in ein Krankenhaus gebracht werden, dass aufnahmebereit und für die Versorgung geeignet ist.”

Das ergibt sich zum einen schon aus der medizinischen Sicht, zum anderen aus dem gesetzlichen Auftrag des Rettungsdienstes: es ist das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus zu wählen – sofern keine triftigen Gründe dagegen sprechen.

“Geeignet” heißt: es verfügt über die notwendigen Fachabteilungen, die zur Versorgung des Patienten notwendig sind, und es ist aufnahmebereit.

Ein rein internistischer Patient benötigt nur eine Klinik mit Innerer Medizin, ein neurologischer Patient eine mit Neurologie, ein internistischer und chirurgischer Patient benötigt beide Fachabteilungen.

Bei der Auswahl der Zielklinik sollte bedacht werden, dass bei mehreren Problemen des Patienten in der Regel auch mehrere Fachabteilungen benötigt werden. Es macht meist keinen Sinn, einen Patienten in ein Krankenhaus zu bringen, welches ihn nicht adäquat versorgen kann.

Einzige Ausnahme: ein geeignetes Krankenhaus ist zu weit entfernt und der Patientenzustand lässt den Transport dorthin nicht zu – dann ist nach vorheriger Absprache (!) auch die Erstversorgung in einem Krankenhaus mit “niedrigerer” Versorgungsstufe legitim.

Die Voranmeldung der Patienten erfolgt nach lokalem Protokoll. Diese ist bei zeitkritischen Patienten oder bei Patienten, die dringlich mehrere und/oder spezielle Ressourcen benötigen (Herzkatheterlabor, Stroke Unit, Schockraum, CT, ggf. infektiöse Patienten…) regelhaft durchzuführen. Einige Kliniken wünschen eine Voranmeldung jedes Patienten – dies sollte berücksichtigt werden.

Die Voranmeldung kann je nach Regelung sowohl telefonisch direkt mit der aufnehmenden Klinik, als auch über die Leitstelle oder Online-Systeme wie IVENA erfolgen.

Prüfungsrelevant

Die Zielklinik benötigt die passenden Fachabteilungen für die Patienten und muss aufnahmebereit sein!


Praxisrelevant

Voranmeldung der Patienten nach lokalem Protokoll! Es ist das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus anzufahren.

Transport

Generell gilt: ein Transport sollte möglichst schonend erfolgen. Starkes Beschleunigen, Bremsen und abrupte Lenkmanöver nimmt der Patient wesentlich stärker wahr als der Fahrer – bei einem ohnehin stark beeinträchtigten Allgemeinbefinden sind Übelkeit und Erbrechen regelhafte Folgen eines unangemessenen Fahrstils.

“Schlechte Straßen” mit vielen Schlaglöchern, Kopfsteinpflaster und Co. sollten nach Möglichkeit vermieden werden. Eine etwas langsamere Fahrweise kommt den Patienten zu Gute und sollte Standard beim Transport von Patienten sein.

Gerade bei liegend transportierten Patienten mit Frakturen (oder auch einem schlichten Lumbago) kann die Luftfederung der Fahrtrage – meist nur in RTWs vorhanden – die Fahrt deutlich schmerzärmer gestalten.

Ob mit Sonder- und Wegerechten gefahren wird, entscheidet der Transportführer nach Patientenzustand.

Auch bei einem dringenden Patiententransport muss die Fahrt so patientenschonend wie möglich erfolgen!

Praxisrelevant

Unabhängig von Sonder- und Wegerechten muss der Patiententransport möglichst schonend erfolgen.

Übergabe

Die Übergabe an die weiterbehandelnde Klinik stellt einen lückenlosen Informationsfluss und damit die strukturierte und zielführende Weiterversorgung des Patienten sicher und ist daher essentiell.

Eine gute Übergabe sollte

  • kurz und prägnant sein sowie
  • alle wesentlichen Informationen enthalten.

Auch wenn es viele unterschiedliche Schemata für die Übergabe gibt, hat sich das ISBAR-Schema durchaus bewährt:

ISBARBedeutung
IdentificationVorstellung des Patienten mit Name und Alter
SituationVerdachtsdiagnose, Leitsymptom
BackgroundGrund für Rettungsdienstalarmierung, Auffindesituation, Unfallmechanismus, Kinematik
AssessmentxABCDE -> “Buchstabenprobleme”, relevante Vitalparameter, durchgeführte Maßnahmen
Recommendations/Remarks/Read backKurze Zusammenfassung durch den Annehmenden, wichtige Zusatzinformationen, Empfehlungen (optional)
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Neben der mündlichen Übergabe ist auch die Übergabe des Rettungsdienstprotokolls und des Patienteneigentums obligatorisch – letzteres sollte gegengezeichnet werden.

Praxisrelevant

Eine strukturierte Übergabe sollte erfolgen, z.B. nach dem ISBAR-Schema.

Grundlagen des Crew Resource Managements

Crew Resource Management, kurz CRM, stammt eigentlich aus der Luftfahrt und hat mittlerweile auch in der Medizin Einzug gefunden. Es hat zum Ziel, die Fehler durch menschliches Handeln oder Unterlassen zu minimieren – sprich: die Minimierung des Human Factors bei Zwischenfällen.

Auch für Rettungssanitäter sollten einige Grundprinzipien dieses Konzepts bekannt sein und beherzigt werden.

Kenne deine Arbeitsumgebung!

Es ist absolut notwendig zu wissen, wo man was findet und wie man es anwendet. Schon das bloße Suchen von Material kann in einer Stresssituation ein enormes Problem darstellen. Man muss praktisch “blind” aus Rucksack, Koffer und Fahrzeug arbeiten können.

Daher ist es absolut notwendig, sich in der Anfangszeit intensiv mit dem Material zu beschäftigen und zu üben – der tägliche Check des Fahrzeugs ist sowieso verpflichtend.

Antizipiere und plane voraus!

Heißt: mitdenken und voraus denken! Was braucht man im Moment? Was braucht man danach? Müssen wir vor Ort noch etwas machen oder soll der Transport vorbereitet werden? Müssen Medikamente und Material gerichtet werden?

All das setzt die Kenntnis der üblichen Verfahrensweisen voraus – deshalb sollte man auch als Rettungssanitäter den Umgang mit relevanten Notfallmedikamenten kennen und die lokalen Verfahrensanweisungen (Standard Operation Procedures, SOPs) verinnerlichen.

Fordere Hilfe an – lieber früh als spät!

Es ist absolut keine Schande, sich Hilfe zu organisieren, wenn man alleine nicht weiterkommt. Es zeugt eher von einem hohen Verantwortungsbewusstsein und einer realistischen Einschätzung der eigenen Fähigkeiten.

Dabei ist es egal, ob es die Feuerwehr zur Tragehilfe, oder RTW und/oder NEF sind, weil es dem Patienten doch deutlich schlechter geht, als erwartet.

Teamarbeit! Kommuniziere sicher und effektiv!

Rettungsdienst ist Teamarbeit – einer muss jedoch die Führungsrolle einnehmen, alle anderen sind gute, mitdenkende Teammitglieder.

Jeder soll und muss sich im Einsatz einbringen, vollkommen egal, ob es der Notarzt mit 30 Jahren Erfahrung oder der RS-Praktikant an seinem ersten Tag ist. Wenn einem etwas komisch vorkommt oder man nicht einverstanden mit einer Entscheidung oder einer Maßnahme ist: sagt es deutlich!

Generell hat die Kommunikation klar und eindeutig abzulaufen – bei Feststellungen oder Vitalparametern gilt “Close-the-loop”: Man wiederholt die Feststellung oder den Wert wörtlich.

Reevaluation als Schlüssel zum Erfolg

Einsätze sind dynamische Prozesse und innerhalb von Minuten kann sich die Situation eklatant ändern. Eine kontinuierliche Reevaluation – z.B. mittels xABCDE – ist da obligatorisch.

Zudem bietet sich das 10-for-10-Prinzip an: 10 Sekunden Pause, Feststellungen, Planung für die nächsten zehn Minuten.

Praxisrelevant

  • Kenne deine Arbeitsumgebung!
  • Antizipiere und plane voraus!
  • Fordere frühzeitig Hilfe an!
  • Achte auf gute Teamarbeit!
  • Reevaluiere fortlaufend – 10-4-10!


Zusammenfassung

  • Eine positive Außenwahrnehmung muss als Mitarbeiterziel gelten!
  • Eigenschutz hat Priorität! Eine Gefährdung der Helfer muss ausgeschlossen werden!
  • Persönliche Schutzausrüstung nach Bedarf anlegen. Mindeststandard ist Jacke, Hose, Sicherheitsschuhe, CO-Warner und Einmalhandschuhe.
  • GAMS: Gefahr erkennen – Absichern – Menschenrettung – Spezialkräfte nachfordern!
  • Scene: Einsatzszenerie, Örtlichkeit, Einsatzmeldung, Kliniklandschaft, weitere Kräfte Safety: Ist die Einsatzstelle sicher? Sind Gefahren erkennbar oder werden vermutet? Situation: Genaue Situation an der Einsatzstelle, Auffindesituation des Patienten? Augenscheinliche Auffälligkeiten (Sehen, hören, riechen)? Ersteindruck? Weitere Personen an der Einsatzstelle?
  • Lage auf SIcht: Name der Leitstelle, eigener Funkrufname, “Lage auf Sicht” mit Lagebeschreibung, ggf. bereits Nachforderung weiterer Kräfte
  • Primary Survey: Ersteindruck, xABCDE-Schema, qualifizierte Einschätzung
  • Secondary Survey: SAMPLER(S)-Anamnese, Vervollständigung der Diagnostik, fokussierte Behandlung, kontinuierliche Reevaluation
  • Angemessene Patientenkommunikation ist Pflicht! Patient mit einbeziehen!
  • Aufklärung und Einwilligung vor jeglichen medizinischen Maßnahmen
  • Vorstellung und Frage nach Alarmierungsgrund sind ein guter Einstieg in die Untersuchung. Eine Sozialanamnese bietet sich an.
  • Die Zielklinik benötigt die passenden Fachabteilungen für die Patienten!
  • Voranmeldung der Patienten nach lokalem Protokoll! Es ist das nächstgelegene, geeignete Krankenhaus anzufahren.
  • Kenne deine Arbeitsumgebung!
  • Antizipiere und plane voraus!
  • Fordere frühzeitig Hilfe an!
  • Achte auf gute Teamarbeit!
  • Reevaluiere fortlaufend – 10-4-10!

Lernziele

Du kennst nun

  • die grundlegenden Zielsetzungen eines Rettungsdiensteinsatzes,
  • die Bedeutung des Eigenschutzes und entsprechende Schutzmaßnahmen,
  • GAMS-Schema, 4A-1C-4E-Gefahrenmatrix und SSS-Schema,
  • das Verhalten bei der Anfahrt,
  • den grundlegenden Ablauf einer strukturierten Patientenversorgung mit Primary und Secondary Survey,
  • die Verfahrensweisen bei der Auswahl der Zielklinik,
  • eine angemessene Fahrweise mit Patient,
  • eine strukturierte Übergabe nach ISBAR-Schema,
  • Grundlagen des Crew Resource Managements.


Interessenkonflikte

Der Autor gibt an, dass keine Interessenkonflikte bestehen.

Quellen

Böhmer R., Schneider T., Wolcke B. (2020): Taschenatlas Rettungsdienst, 11. Auflage. Böhmer & Mundloch Verlag, Mainz. ISBN 978-3-948320-00-3. Hier erhältlich: https://amzn.to/3I9E1Ap

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (2016): DGUV Regel 105-003 – Benutzung von persönlicher Schutzausrüstung im Rettungsdienst, abgerufen unter https://publikationen.dguv.de/widgets/pdf/download/article/1361 am 03.12.2020

Enke K., Flemming A., Hündorf H.-P., Knacke P., Lipp R., Rupp P. (2015): Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, Band 2, 5. Auflage. Verlagsgesellschaft Stumpf & Kossendey mbH, Edewecht. ISBN: 978-3-943174-42-7. Aktuelles Gesamtwerk (3 Bände, 6. Auflage, 2019) hier erhältlich: https://amzn.to/3s8xH6L

InPASS – Institut für Patientensicherheit und Teamtraining GmbH (2020): CRM-Karte, abgerufen unter https://inpass.gmbh/p/crm-karten-kostenlos am 03.12.2020

Luxem J., Runggaldier K., Karutz H., Flake F. (2020): Notfallsanitäter Heute, 7. Auflage. Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH, München. ISBN 978-3437462115. Hier erhältlich: https://amzn.to/3s8KEh5

SaniOnTheRoad (2019): “Kleines 1×1 des Rettungsdienstes” Teil 12 – Strukturiertes Arbeiten und Schemata im Rettungsdienst, abgerufen unter https://saniontheroad.com/kleines-1×1-des-rettungsdienstes-teil-12/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): 1.2 Der Rettungsdienst in Deutschland, abgerufen unter https://saniontheroad.com/1-2-der-rettungsdienst-in-deutschland/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): 1.3 Rettungsdienstliche Schnittstellen, abgerufen unter https://saniontheroad.com/1-3-rettungsdienstliche-schnittstellen/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): 1.4 Straf- und zivilrechtliche Grundlagen, abgerufen unter https://saniontheroad.com/1-4-straf-und-zivilrechtliche-grundlagen/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): 1.8 BOS-Funk, abgerufen unter https://saniontheroad.com/1-8-bos-funk/ am 03.02.2022

SaniOnTheRoad (2020): 1.9 Einführung in das Qualitätsmanagement, abgerufen unter https://saniontheroad.com/1-9-einfuhrung-in-das-qualitatsmanagement/ am 03.02.2022

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Über SaniOnTheRoad

1.10 Verhalten im Einsatz

SaniOnTheRoad

Notfallsanitäter, Teamleiter und Administrator des Blogs. Vom FSJler über Ausbildung bis zum Haupt- und Ehrenamt im Regelrettungsdienst und Katastrophenschutz so ziemlich den klassischen Werdegang durchlaufen. Meine Schwerpunkte liegen auf Ausbildungs- und Karrierethemen, der Unterstützung von Neueinsteigern, leitliniengerechten Arbeiten sowie Physiologie, Pathophysiologie, Pharmakologie und EKG für den Rettungsdienst.´ Mehr über mich hier.


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